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Spielerisch Potentiale entwickeln

Die Stiftung fördert die Jugendtheaterprojekte ›Junge Bühne‹ und ›TheaterTotal‹. Dort wird seit vielen Jahren wertvolle Arbeit in der Jugendbildung geleistet.

Sich selbst besser kennenlernen, die eigenen Ausdrucksmöglichkeiten spielerisch ergründen und erweitern, das geht besonders gut beim Theaterspiel. Die Stiftung Evidenz fördert deshalb seit vielen Jahren Jugendtheaterprojekte. Eines davon ist die Junge Bühne in Dornach, die 2018 ihr fünfjähriges Bestehen feierte und seit ihrer Gründung von der Stiftung unterstützt wird. In diesem Jugendbildungsprojekt arbeiten rund 20 Jugendliche aus vier Kantonen zusammen, Schülerinnen und Schüler aus öffentlichen ebenso wie aus privaten Schulen. Das Goetheanum stellt dafür seine Infrastruktur zur Verfügung, dort finden auch die Aufführungen statt. ›Zusammen mit den Jugendlichen holen wir Klassiker der Theaterliteratur in die Gegenwart – und das Goetheanum hat sich für neue Besuchergruppen und die Region geöffnet‹, erklärt Andrea Pfaehler, Leiterin und Regisseurin des Projekts.

Wie wirke ich auf andere? Welche Gefühle und Vorstellungen stehen mir im Weg? Wie gehe ich mit Scheitern und Gelingen um? Solche Fragen stehen im Zentrum der gemeinsamen künstlerischen Arbeit. Am Ende der Probenphase bringen alle zusammen ein Theaterstück auf die Bühne, das durchaus Stadttheater-Niveau hat. 2018 führte das Ensemble im vollbesetzten Saal des Goetheanums das von Andrea Pfaehler selbst zusammengestellte Stück ›Wir leben ewig‹ auf. Darin geht es um Gegenwartsfragen wie die Lage der Geflüchteten und den Zusammenprall verschiedener Kulturen und Religionen – ein Brückenschlag, eine Auseinandersetzung mit dem ›Dazwischen‹, das heute die Lebenswirklichkeit vieler junger Menschen prägt.

Lernen fürs Leben – diesen vielbeschworenen Auftrag setzt TheaterTotal in Bochum seit über 20 Jahren konsequent künstlerisch um. Jeweils rund 30 Jugendliche und junge Erwachsene tauchen ein Jahr lang in die Welt des Theaters ein und lernen dabei eine Vielzahl kreativer Berufe und Tätigkeiten kennen. Vor allem aber lernen sie Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten und das eigene kreative Potenzial für die Gemeinschaft fruchtbar zu machen. ›Mein grösstes Anliegen ist, dass junge Menschen lernen, Verantwortung zu tragen – für sich, für andere, für unsere Umwelt‹, betont Barbara Wollrath-Kramer, die künstlerische Leiterin des Projekts.

Ein Ergebnis des gemeinsamen Prozesses ist eine eindrucksvolle Inszenierung, mit der das Ensemble in den letzten drei Projektmonaten in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Tournee geht – ebenfalls selbst organisiert und verbunden mit Workshops an Schulen, in denen die jungen Darsteller ihre Begeisterung fürs Theater weitergeben können.
 

www.junge-buehne.ch

www.theatertotal.de

 

FILM-TIPP
Eindrucksvolle Einblicke in die Arbeit von TheaterTotal bietet der Dokumentarfilm ›Mindestens alles‹ von Anne Wollrath, in dem ein Filmteam das gesamte Projektjahr 2015/2016 begleitete.

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